Artikel | 10/14/2020 12:59:21

Nachhaltigkeit durch verantwortungsvolle Forstwirtschaft und umsichtige Landnutzung

Naturschutz ist die Voraussetzung für Nachhaltigkeit. UPM ergreift konkrete Maßnahmen zur Abmilderung des Klimawandels und für die Gesundheit unseres Planeten. Das Unternehmen engagiert sich für klimafreundliche Forstwirtschaft und Landnutzung und die Erhöhung der biologischen Vielfalt.

Das UN-Nachhaltigkeitsziel 15 „Leben an Land“ ist einer der sechs Schwerpunktbereiche von UPM. Die dazugehörigen Ziele sind zentraler Bestandteil der Geschäftstätigkeiten des Unternehmens.  UPM setzt sich für die Ziele 15.2 und 15.5 ein, die auf nachhaltige Forstwirtschaft, den Kampf gegen Entwaldung und sofortige, konkrete Maßnahmen gegen den Verlust der biologischen Vielfalt abzielen.

„Wälder sind die Geschäftsgrundlage von UPM, und unser wichtigster Rohstoff ist Holz, eine nachhaltige Ressource. Unser Engagement für klimafreundliche Forstwirtschaft bedeutet, dass wir mehr Bäume pflanzen als wir ernten.  Wir sind weltweit das erste Forstindustrieunternehmen, das sich verpflichtet hat, die Biodiversität in den unternehmenseigenen Wäldern zu steigern. Eines unserer Ziele ist es, bis 2030 ausschließlich Holz aus zertifizierten Wäldern einzusetzen“, sagt Inka Musta, Senior Manager of Global Forest Affairs, UPM.

In einer nachhaltigen Bioökonomie werden erneuerbare Ressourcen so genutzt, dass auch in Zukunft genügend Ressourcen zur Verfügung stehen. Wälder sind für uns aus mehreren Gründen von entscheidender Bedeutung. Sie bieten Lebensraum für Tiere und Pflanzen, übernehmen eine wichtige Rolle im natürlichen Wasserkreislauf und schenken den Menschen Wohlfinden und Erholung. Darüber hinaus übernehmen sie eine wichtige Rolle bei der Abmilderung des Klimawandels, indem sie Kohlendioxid aus der Atmosphäre binden und erneuerbare und recyclingfähige Alternativen zu fossilen Materialien bieten.

UPM verarbeitet hauptsächlich Holz aus Finnland und Uruguay, den Ländern, wo das Unternehmen auch die größten Waldflächen besitzt. Alle unternehmenseigenen Wälder sind entweder nach FSC oder PEFC, meist sogar nach beiden Systemen zertifiziert. Forstzertifizierung ist ein durch unabhängige Dritte überwachtes marktbasiertes Instrument zur Förderung nachhaltiger Forstwirtschaft.  

„Entwaldung ist weltweit ein schwerwiegendes Problem. Wir verursachen und tolerieren keine Entwaldung und stellen sicher, dass unsere strengen Anforderungen auch entlang unserer gesamten Lieferkette eingehalten werden. Wir forsten unsere Wälder immer wieder auf, indem wir neue Bäume nachpflanzen“, sagt Musta.

Derzeit sind mehr als 80 % der bei UPM eingesetzten Fasern zertifiziert. Das Unternehmen fördert durch die aktive Zusammenarbeit mit seinen Stakeholdern weltweit eine Steigerung des Einsatzes von zertifiziertem Holz.

Praktische Maßnahmen für klimafreundliche Forstwirtschaft und Steigerung der Biodiversität

Wir können die Gesundheit der natürlichen Lebensräume auf unserem Planeten erhalten und verbessern, indem wir unsere Forst- und Landnutzungspraktiken weiterentwickeln. UPM hat sich das Ziel gesetzt, in den unternehmenseigenen Wäldern klimafreundliche Forstwirtschaft zu betreiben. Zur Erreichung dieses Ziels hat UPM sich dem 1,5 Grad-Ziel der Vereinten Nationen angeschlossen.

„In einer klimafreundlichen Forstwirtschaft wächst mehr Holz als geerntet wird. Dadurch können die Wälder weiterhin Kohlendioxid aufnehmen und dem Klimawandel entgegenwirken. Wir beobachten, wieviel Kohlendioxid unsere Wälder über einen Zeitraum von fünf Jahren speichern. Bisher tun wir das nur in den unternehmenseigenen Wäldern in Finnland, aber wir sind dabei, diese Good Practices auch in anderen Ländern einzuführen“, sagt Inka Musta.

Gut wachsende, gesunde Wälder sind anpassungsfähiger an durch den Klimawandel verursachte Veränderungen. UPM hat sich das anspruchsvolle Ziel gesetzt, die Biodiversität in seinen Wäldern zu erhalten und zu steigern (positive Gesamtbilanz) und gleichzeitig auf profitable Weise qualitativ hochwertige Holzrohstoffe zu erzeugen. Der Erhalt der biologischen Vielfalt spielt eine zentrale Rolle bei der Entwicklung einer gesunden Bioökonomie und neuer Innovationen.

„Durch diese richtungsweisende Verpflichtung stellen wir sicher, dass wir die für die Bioökonomie benötigten Rohstoffe mit Hilfe von Landnutzungslösungen und ohne Beeinträchtigung des natürlichen Gleichgewichts nachhaltig produzieren können. Die Abmilderung des Klimawandels ist eine globale Herausforderung, während die Steigerung der Biodiversität eher ein nationales Problem ist, das mit der Anpassung an Klimaveränderungen Klima zusammenhängt“, sagt Timo Lehesvirta, Sustainable Forestry Lead bei UPM.

UPM fördert die Biodiversität auf vielfältige Weise. In der fortwirtschaftlichen Praxis wird die für viele Tiere und Pflanzen wichtige Totholzmenge gesteigert und durch die Verdoppelung des Laubbaumbestandes wird die Baumartenvielfalt erhöht.  Biodiversitätsrelevante Lebensräume, von denen es 37.000 in den unternehmenseigenen Wäldern gibt, werden erhalten. Darüber hinaus arbeitet das Unternehmen gemeinsam mit seinen Stakeholdern im Rahmen verschiedener Projekte daran, gefährdete Arten zu schützen und wertvolle Lebensräume wiederherzustellen.

„Die Natur ist schwer zu messen. Wir überwachen die Entwicklung der biologischen Vielfalt mit Hilfe von auf Umweltstudien basierenden Indikatoren, welche die Merkmale und Struktur eines Habitats beschreiben.  Darüber hinaus werden wir jährlich einen von einem externen Auditor überprüften Fortschrittsbericht veröffentlichen und unsere Monitoring-Indikatoren laufend weiterentwickeln“, so Lehesvirta.

Der weitere Verlauf hat direkte wirtschaftliche Auswirkungen, da UPM eine revolvierende Kreditfazilität in Höhe von 750 Millionen Euro aufgenommen hat, die an seine langfristigen Ziele in den Bereichen Biodiversität und Klimaschutz gebunden ist.

Landnutzungslösungen ermöglichen die Produktion von klimafreundlichen Biokraftstoffen

Nachhaltige Landnutzung bezieht sich nicht nur auf die Forstwirtschaft. In Uruguay hat UPM in Zusammenarbeit mit einheimischen Landwirten, Forschern und Partnern den Anbau der Ölsaatpflanze Brassica carinata optimiert. Durch diese Landnutzungslösung beschafft sich das Unternehmen erneuerbare Rohstoffe, aus denen klimafreundliche Biokraftstoffe hergestellt werden können. Bei der Produktion von Biokraftstoffen wird mehr Kohlendioxid gebunden, als in die Atmosphäre freigesetzt wird.

„Brassica carinata passt gut in die Fruchtfolge in der landwirtschaftlichen Produktion in Uruguay. Die Saat wird im Winter angebaut, so dass sie nicht mit der Nahrungsmittelproduktion in Konkurrenz steht. So können die Landwirte zusätzliche Einnahmen generieren. Gleichzeitig wird Bodenerosion verhindert, mehr Kohlenstoff im Boden gespeichert und die Bodenqualität verbessert“, sagt Markku Purmonen, Director of Biofuels Value Chain bei UPM.

Die Entwicklungsarbeit in Uruguay war ein großartiger Lernprozess und hat UPM bei der Suche nach nachhaltigen Rohstoffalternativen zu fossilen Materialien geholfen. „Für klimafreundlichen Kraftstoffe ist nicht entscheidend, welche Pflanze angebaut wird, sondern welche Art der Landnutzung praktiziert wird, um möglichst viel Kohlenstoff im Boden zu speichern. UPM will sich von seinen Wettbewerbern abheben, indem es Land nachhaltig nutzt und die gesamte Wertschöpfungskette von der Aussaat bis zur Produktion des Endprodukts steuert“, erklärt Purmonen abschließend.

UPM veröffentlicht eine Reihe von Artikeln zu den Zielen der Vereinten Nationen für nachhaltige Entwicklung. In den Artikeln stellen wir die Ziele vor, die wir als Schwerpunktbereiche ausgewählt haben und beschreiben unsere praktischen Maßnahmen zur Erreichung dieser Ziele. Lesen Sie auch die vorherigen Artikel der Serie (auf Englisch):

Text von: Janne Suokas