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Weltweite Harmonisierung der Chain-of-Custody bei UPM

Pressemitteilung 28.2.2005 2:00 EET

UPM wird weltweit ein Chain-of-Custody-Modell einführen, das sich auf alle Forstzertifizierungssysteme erstreckt. Dies ermöglicht UPM, den tatsächlichen Anteil an zertifizierten Fasern auszuweisen, den die Produkte enthalten.

„Das UPM Werk Nordland Papier ist ein gutes Beispiel für die Einschränkungen durch die derzeitigen Chain-of-Custody-Systeme. Das Werk verarbeitet sowohl Zellstoff aus nach PEFC als auch nach FSC zertifizierten Lieferquellen, aber da die Chain-of-Custody von Nordland Papier nach PEFC zertifiziert ist, gilt der FSC-Zellstoff als nicht zertifiziert. Mit dem neuen Modell kann UPM seinen Kunden den tatsächlichen Prozentsatz an zertifizierten Fasern in den von ihnen bezogenen Produkten angeben. Darüber hinaus können die Kunden wählen, mit welchem Chain-of-Custody-System sie arbeiten wollen“, sagt Jaakko Sarantola, Senior Vice President, Forestry and Wood Sourcing.

Die Werke von UPM verarbeiten jährlich ca. 30 Millionen Kubikmeter Holz und über eine Million Tonnen Zellstoff, der von externen Lieferanten bezogen wird. Da es weltweit mehr als 50 verschiedene Forstzertifizierungssysteme gibt, stammen die von UPM bezogenen Hölzer und Faserstoffe aus nach unterschiedlichen Systemen zertifizierten Wäldern.

Nur zwei Chain-of-Custody-Systeme sind international anerkannt: PEFC und FSC. Das Fehlen einer gegenseitigen Anerkennung führte zu Problemen beim Nachweis des tatsächlichen Anteils an zertifiziertem Holz. Für die Kunden ist es daher schwierig, sich für eines der beiden Chain-of-Custody-Systeme zu entscheiden.

In den vergangenen Jahren haben fast alle Werke von UPM eine entweder nach PEFC oder FSC zertifizierte Chain-of-Custody aufgebaut. Darüber hinaus ist die Chain-of-Custody der Papierfabrik Caledonian in Großbritannien nach beiden Systemen zertifiziert.

Das neue übergreifende Chain-of-Custody-Modell wird zunächst in den Papierfabriken Nordland Papier und Rauma und in der Zellstofffabrik Pietarsaari eingeführt. Dabei wird man sich auf die bei der doppelten Zertifizierung im Werk Caledonian gesammelten Erfahrungen stützen. Diese Phase soll bis Ende 2005 abgeschlossen sein. Anschließend wird das Modell nach und nach weltweit an allen Produktions- standorten sowie bei UPM Wood Sourcing eingeführt. Unter anderem beinhaltet es einheitliche Forderungen bezüglich der Herkunft des von den Holz- und Zellstofflieferanten von UPM eingesetzten Holzes.

UPM ist bestrebt, in allen Werken den Anteil an zertifiziertem Holz zu erhöhen. Dabei ist es besonders wichtig, glaubwürdige Informationen über die Holzherkunft über die ganze Lieferkette – vom Wald bis zum Kunden – hinweg zur Verfügung stellen zu können. Mit diesem Projekt will UPM einen Beitrag zu nachhaltigen forst- wirtschaftlichen Praktiken leisten und zur Vereinheitlichung der verschiedenen Forstzertifizierungssysteme beitragen.


Falls Sie weitere Informationen wünschen, wenden Sie sich bitte an:
Päivi Salpakivi-Salomaa, Environmental Forestry Affairs, Tel.: +358 204 16 3862
Matti Ylänne, Environmental Forestry Affairs, Tel.: +358 204 16 3865

UPM Corporate Communications
28. Februar 2005


Hinweise für Redakteure:

UPM unterhält 22 Papier- und Zellstofffabriken in acht Ländern. An 30 Standorten in fünf Ländern werden Holzprodukte hergestellt. Von den 19 Papier- und Zellstofffabriken, die Frischfasern einsetzen, verfügen 15 über eine nach PEFC oder FSC zertifizierte Chain-of-Custody. Drei Papierfabriken verarbeiten ausschließlich Recyclingfasern. Von den 30 Produktionseinheiten, die Holzprodukte herstellen, haben 26 eine nach PEFC zertifizierte Chain-of-Custody aufgebaut.

Die Chain-of-Custody ist ein System, mit dem der Weg eines Holz- oder Papierprodukts vom Wald über alle Transport-, Verarbeitungs- und Distributionsschritte hinweg bis zum Endverbraucher nachvollzogen werden kann.

PEFC (Programme for the Endorsement of Forest Certification Schemes) ist flächenmäßig das weltweit größte Zertifizierungssystem. 17 nationale Zertifizierungssysteme haben das Anerkennungsverfahren des PEFC durchlaufen. PEFC ist eine Dachorganisation für die gegenseitige Anerkennung von nationalen oder regionalen Forstzertifizierungssystemen, die international anerkannte Kriterien für nachhaltige Forstwirtschaft erfüllen. PEFC umfasst neben Forstzertifizierung auch die Vergabe von Chain-of-Custody-Zertifikaten und Gütesiegeln. Die Zertifizierung nach PEFC erfolgt durch unabhängige Dritte. PEFC Mitglieder sind nationale oder regionale Forstzertifizierungssysteme, die auf internationalen Beschlüssen für eine weltweit nachhaltige Forstwirtschaft basieren. In Europa wurden entsprechende Prinzipien bei einer Konferenz der EU-Forstminister verabschiedet. Weitere Informationen finden Sie unter: www.pefc.org.

FSC (Forest Stewardship Council) ist eine 1993 gegründete internationale Nichtregierungsorganisation, die sich weltweit für eine ökologische sowie sozial und wirtschaftlich verträgliche Nutzung der Wälder einsetzt. Derzeit sind 48 Millionen Hektar Wald in über 60 Ländern nach den FSC-Kriterien zertifiziert. Die Organisation hat zehn forstwirtschaftliche Grundprinzipien formuliert. Die gültigen Zertifizierungsstandards werden in Übereinstimmung mit den FSC-Grundsätzen entwickelt und an die Verhältnisse in den jeweiligen Ländern angepasst. Die Zertifizierung nach FSC erfolgt durch unabhängige Dritte. Weitere Informationen finden Sie unter: www.fsc.org