Neuer Tarifvertrag beendet Aussperrung in den finnischen Papierfabriken

Press Release 1.7.2005 2:00 EEST

Der Arbeitgeberverband Finnish Forestries Federation und die Papierarbeitergewerkschaft haben einen neuen Tarifvertrag abgeschlossen, durch den heute, am 1. Juli 2005, die Aussperrung in den finnischen UPM Zellstoff- und Papierfabriken sowie den Veredelungsbetrieben endet. Insgesamt dauerten Streiks und Aussperrung in den Werken von UPM 47 Tage.

„Der neue Vertrag ist ein Schritt in die richtige Richtung und erfüllen die heutigen Anforderungen besser als bisher. Er wird uns Möglichkeiten öffnen, die Wettbewerbsfähigkeit der finnischen Werke zu verbessern. Der neue Vertrag lässt den örtlichen Werksleitungen und Beschäftigten Handlungsspielraum, auf lokaler Ebene über eine vernünftige Organisation der Arbeit übereinzukommen. Darüber hinaus ist es positiv, dass die Menschen jetzt zu ihrem gewohnten Tagesablauf zurückkehren können“, erklärt Jussi Pesonen, President & CEO von UPM.

„Der über sechswöchige Produktionsstillstand in den finnischen Werken hat die Geduld unserer Kunden und Geschäftspartner auf eine harte Probe gestellt. Sie waren gezwungen, verschiedenste Sondermaßnahmen zu ergreifen, um ihren eigenen Betrieb aufrecht zu erhalten. Wir alle bei UPM müssen jetzt hart daran arbeiten, den Normalzustand schnellstmöglich wiederherzustellen.“

Der neue dreijährige Tarifvertrag sieht für die ersten beiden Jahre einen Lohnanstieg um 4,4 Prozent vor, eine Vereinbarung für das dritte Jahr wird separat im Herbst 2007 getroffen. Diese Erhöhung entspricht der derzeit üblichen Tarifpolitik in Finnland. Die Vereinbarung erlaubt den Betrieb der Papierfabriken nun auch an den Weihnachts- und Mittsommerfeiertagen, wodurch sich die Produktionskapazität von UPM um über 1 Prozent erhöht. Darüber hinaus können auf lokaler Ebene oder mithilfe eines von beiden Parteien gewählten Obmanns Vereinbarungen über den Einsatz von Subunternehmern im Service- und Wartungs-/Instandhaltungsbereich geschlossen werden. Außerdem bietet der Vertrag die Möglichkeit, dass auf lokaler Ebene individuelle Vereinbarungen über Arbeitszeiten und Schichtarbeit getroffen werden.

„Die Verkürzung der Arbeitszeit für die Papierarbeiter wird negative Folgen haben. Der Vertrag beinhaltet auch keine Lösung zur Reduzierung der hohen Fehlzeiten bei den finnischen Papierarbeitern. Es ist enttäuschend, dass wir immer noch unter einer derartig starren und komplexen Tarifvertragsstruktur zu leiden haben“, sagt Jussi Pesonen.

Die Papiermaschinen von UPM werden nun nach und nach wieder angefahren. Die Werke werden voraussichtlich im Laufe der nächsten Woche wieder ihre volle Produktionskapazität erreichen. Besondere Aufmerksamkeit gilt dem kontrollierten Anfahren der Papiermaschinen sowie der Belastung der Umwelt.

Falls Sie weitere Informationen wünschen, wenden Sie sich bitte an:
Sakari Toivonen, Director, HR, Northern Europe, UPM, Tel. +358 40 512 2042
Hans Sohlström, Executive Vice President, Marketing, UPM, Tel. +358 400 547 717
Marja Tuderman, Vice President, Environmental Issues, UPM, Tel. +358 40 540 4947

UPM
Corporate Communications
1. Juli 2005