Mattpapier und Farbe – eine (un)mögliche Kombination?Experten aus der grafischen Industrie zeigten Lösungsansätze beim ersten UPM-Symposium in Dörpen

Press Release 22.6.2005 2:00 EET

Dörpen, 22. Juni 2005
Matte Papiere liegen im Trend. An den Druckprozess stellen sie jedoch höhere Anforderungen als glänzend gestrichene Papiere, denn matte Papiere neigen schneller zum Scheuern und Karbonieren. Welche Verfahren sich anbieten, um diesen Problemen entgegenzuwirken, wurde am 17./18. Juni während eines von UPM am Standort Nordland Papier veranstalteten Symposiums für Drucker von Experten aus der Druck- und Farbenindustrie erläutert.

Je matter ein Papier, desto schlechter die Abriebfestigkeit der Druckfarbe, erläuterte Joachim Jörn, Direktor Technologie bei der Nordland Papier GmbH. An den genauen Ursachen für Scheuern und Karbonieren werde kontinuierlich geforscht, für die absehbare Zukunft sei aber davon auszugehen, dass diese Probleme erhalten blieben.

Eine sorgfältige Planung des Druck- und Weiter- verarbeitungsprozesses kann jedoch potenzielle Probleme schon im Vorfeld verringern. Dazu gehört auch der geplante Einsatz von Hilfsmitteln wie Lackierungen. Eine weitere Möglichkeit bietet die UV-Trocknung. Diese Lösungsansätze wurden während des Symposiums erläutert von Dr. Erich Frank von Xsys Print Solutions, von Thor-Leif Jepsen, Druckerei Schmidt-Römhild, von Thorsten Saathoff, MAN-Roland Druckmaschinen, und von Dietmar Groß, Eltosch.

Hier eine Zusammenfassung der wichtigsten Empfehlungen für den Umgang mit matten Papieren:

Schon in der Vorstufe sollte der Einsatz von matten Papieren berücksichtigt werden, beispielsweise durch Unterfarbenreduzierung (UCR, Under Colour Removal).


Die Druckgeschwindigkeit sollte matten Papieren angepasst werden, da es sonst zu Kratzern kommen kann.


Es sollten scheuerfeste Farben eingesetzt werden. Papier und Farbe müssen individuell aufeinander abgestimmt werden. Dr. Erich Frank von Xsys Print Solutions erläuterte, dass Farbserien auf matten Papieren verschiedener Hersteller unterschiedlich reagieren können.


Die oxidative Trocknungszeit kann nicht beliebig verkürzt werden, auch bei hohem Termindruck. Empfehlenswert sind 48 Stunden zwischen Druck und Weiterverarbeitung, keinesfalls sollten es weniger als 24 Stunden sein. Diese Zeit sollte unbedingt in der Planungsphase berücksichtigt werden und der Kunde entsprechend informiert werden.


Verkürzen lässt sich die Trocknungszeit durch andere Trocknungsarten wie der UV-Trocknung. Über den derzeitigen Entwicklungsstand bei Trocknungssystemen informierte Dietmar Groß von Eltosch.


In der Weiterverarbeitung sollten Maschinen optimal eingestellt und neue Schneidmesser verwendet werden.


Lackierungen, ob vollflächig oder partiell, bieten mechanischen Schutz und verhindern deswegen Scheuern und Karbonieren. Über die unterschiedlichen Möglichkeiten wie Dispersionslacke, Doppellacke, Drip-off Lackierungen, Dispersions Primer kombiniert mit UV, UV-Lacke, Hybridfarben kombiniert mit UV-Lacken oder Dispersions Primer kombiniert mit UV Iriodin informierte Thorsten Saathoff von MAN Roland.

Etwa 20 Drucker nahmen am ersten UPM-Sympoium bei der Nordland Papier GmbH in Dörpen teil.


Für technische Informationen zu diesem Thema wenden Sie sich bitte an

Nordland Papier GmbH
Peter Hannemann
Senior Expert, Print Technology
Postfach 11 60
26888 Dörpen
Telefon: 04963 / 401-1607
Fax: 04963 / 401-961607
E-Mail: peter.hannemann@upm-kymmene.com

Pressekontakt:
UPM, Fine Paper
Doris Lübbers
Manager, Marketing Communications
Postfach 11 60
26888 Dörpen
Telefon: 04963 / 401-18 45
Fax: 04963 / 401-19 30
E-Mail: doris.lubbers@upm-kymmene.com

UPM ist einer der weltweit führenden Hersteller von Druckpapieren und klarer Marktführer im Bereich Zeitschriftenpapiere. Im Jahre 2004 verzeichnete der Konzern einen Umsatz von nahezu 10 Mrd. Euro. Das Unternehmen beschäftigt 33 400 Mitarbeiter. Seine Hauptprodukte umfassen Druckpapiere, Veredlungs- und Holzprodukte. UPM betreibt Produktionsstätten in 16 Ländern, und seine wichtigsten Märkte sind Europa und Nordamerika. Die Aktien von UPM werden an den Wertpapierbörsen von Helsinki und New York notiert. Weitere Informationen im Internet unter www.upm-kymmene.de.