In den finnischen Papierwerken beginnt die Aussperrung

Press Release 17.5.2005 2:00 EET

Die Mitgliedsfirmen des Arbeitgeberverbandes Finnish Forest Industries Federation werden am morgigen Mittwoch, dem 18. Mai 2005, in allen finnischen Zellstoff- und Papierfabriken mit Aussperrungen beginnen. Die Aussperrungen betreffen sämtliche zu UPM gehörenden finnischen Zellstoff-, Papier- und Verarbeitungswerke.

Zweck der Aussperrung ist, die negativen Auswirkungen des derzeit von der finnischen Papierarbeitergewerkschaft proklamierten Überstundenverbots einzudämmen. Das Verbot führte bereits mehrmals zu Maschinen- und Betriebsstillständen in den finnischen Zellstoff- und Papierwerken. Fortwährende Maschinen- und Betriebsstillstände verursachen Produktionsausfälle, Rohstoff- und Energieverluste sowie Qualitätsprobleme und führen zu zusätzlichen Umweltbelastungen.

Die Aussperrungsmaßnahmen wurden heute beschlossen, nachdem nach Einschätzung des staatlichen Vermittlers keine Aussicht auf einen gemeinsamen Einigungsvorschlag zwischen der Papierarbeitergewerkschaft und der Finnish Forest Industries Federation gegeben war.

Die Finnish Forest Industries Federation hat auch eine zweite zweiwöchige Aussperrung, die am 15. Juni zu Ende sein soll, angekündigt. Das bedeutet, dass die Produktionsstätten von UPM insgesamt bis zu 4 Wochen stillstehen könnten. Während dieses Zeitraums werden die gewerkschaftlich organisierten Mitarbeiter keine Lohn- und Gehaltszahlungen erhalten. Im Falle einer Einigung wird die Aussperrung aufgehoben. Die Verhandlungen werden am Freitag, dem 20. Mai, wieder aufgenommen.

Sollte die Aussperrung über mehrere Tage andauern, wird sich der tägliche Verlust durch den Stillstand der Zellstoff- und Papierproduktion bei UPM auf annähernd 4 Millionen Euro belaufen. Streiks und Aussperrungsmaßnahmen werden das Betriebsergebnis von UPM für das zweite Quartal negativ beeinflussen.

Der Tarifvertrag zwischen der finnischen Papierarbeiter- gewerkschaft und der Finnish Forest Industries Federation lief am 15. Februar 2005 aus. In den Verhandlungen um einen neuen Tarifvertrag geht es im Wesentlichen um die Möglichkeit, die Produktion über die Weihnachts- und Mittsommerfeiertage aufrecht zu erhalten sowie um eine Lockerung der Einschränkungen für die Beschäftigung von Subunternehmern im Service- und Wartungsbereich. Es handelt sich hierbei um in anderen Industriezweigen sowie in anderen Papier verarbeitenden Ländern durchaus übliche Gepflogenheiten. Darüber hinaus sucht die Industrie nach Wegen zur Senkung der bei den Beschäftigten der finnischen Papierindustrie hohen Abwesenheitsrate.

Bei UPM sind von der Aussperrung circa 7.500 Beschäftigte betroffen. Insgesamt beläuft sich die Zahl der von der Aussperrung betroffenen gewerkschaftlich organisierten Arbeitnehmer in der finnischen Papierindustrie auf rund 24.000.

Falls Sie weitere Informationen wünschen, wenden Sie sich bitte an:
Sakari Toivonen, Director, HR, Northern Europe, Tel. +358 40 512 2042


UPM
Corporate Communications
17. Mai 2005